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Die Opodeldoks

von Paul Maar und Sepp Strubel
Ab 8 Jahren, Thema: Freundschaft, Umwelt, Zusammenleben

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Die schon 1985 entstandene Geschichte von den  Opodeldoks wurde in diesem Jahr wieder neu aufgelegt.  Die Opodeldoks mit ihren wirklich schwierigen Namen sind Bewohner des Graslandes. Gerade noch fünf an der Zahl, nämlich Opa und Oma, Papa, Onkel und Sohn sind friedliche, gemütliche und eher anspruchslose Genossen, die außer ihrer Leidenschaft für Hühnereier keine wirklich hervorstechenden Merkmale haben. Sie leben in einer Höhle und lieben Bequemlichkeit und Ruhe. Aber es kommt doch immer wieder etwas Unruhe in ihr Leben, weil da der kleiner Deldok-Junge unnatürlich viel Neugier und Fantasie hat und die Erwachsenen immer wieder aufschreckt und in Bewegung bringt.



Das Grasland ist umgeben von hohen Bergen, die so schroff abfallen, dass man sie nicht besteigen und überwinden kann. Niemand will das auch. Doch eines Tages fällt dem Deldok-Jungen von oben herab ein Blatt in den Schoß. Bisher hat er in seinem Leben nur Gräser gesehen und so nennt er dieses ein rundes Gras. Wo kommt es her? Ist hinter den Bergen doch etwas, ganz anders als die Erwachsenen behaupten? Dieser Gedanke lässt dem Deldok-Jungen keine Ruhe. Und die Anzeichen mehren sich. Seine Freundin, die alte Henne Helene, zeigt Deldok eine rote Feder. Sie kann nur von anderswoher sein, denn die Hennen im Grasland sind ausnahmslos weiß. Und was war das für ein Geräusch, das von weit her im Innern der Höhle zu hören war? Deldok muss das Geheimnis lüften. Er will über den Berg schauen und sehen, was dahinter ist.


Er unternimmt allerlei Anstrengungen, klettert hinauf und stürzt wieder ab. Er bekommt Strafen aufgebrummt, aber er gibt nicht auf. Seine Erfindungsgabe lässt ihn immer neue Pläne entwickeln, bis er schließlich mit seiner Freundin Helene eine Flugmaschine baut, die die beiden tatsächlich über den Berg katapultiert. Sie landen im Waldland und treffen dort auf eine Familie von Waldleuten. Die freuen sich aber gar nicht als sie hören, dass Deldok zu den Opodeldoks gehört. Sie kennen  nur einen Opodeldok und das ist ihr größter Feind, der für all die Zerstörungen und Verwüstungen ihrer Waldheimat verantwortlich ist. Opodeldoks sind das Schlimmste, was es für sie gibt.


Tatsächlich haust im Wald ein silbernasiger Opodeldok. Der ist ebenfalls Erfinder und hat sich zwei Roboter gebaut, die für ihn wie wild Bäume abholzen und zu seinem Schmelzofen schleppen, wo der Opodeldok Silber aus dem Bergwerk schmilzt. Er ist blindwütig hinter allem Silber her, das er anhäuft und rücksichtslos hortet.  Die beiden Neuankömmlinge im Wald, der kleine Deldok und die Henne Helene geraten schnell in das Blickfeld dieses Grobians. Die Henne ist interessant, weil sie ab und zu silberne Eier legt und Deldok kommt ihm in die Quere, weil er heraus findet, dass die beiden Roboter auch seiner Stimme gehorchen.


Natürlich freunden sich Deldok und das Waldmädchen bald über die Grenzen der Vorurteile der Erwachsenen hinweg an und sie bringen es zusammen fertig, dass die getrennten Länder, das Grasland und das Waldland, mit all seinen Bewohnern wieder zu einer Einheit zusammen wachsen. Der schlimme Silber-Opodeldok wird geläutert, die Henne Helene findet einen Hahn und brütet junge Küken aus und die Waldleute und die Grasland-Bewohner kommen sich nahe.


Die Geschichte eignet sich gut zum Vorlesen. Ich würde sie nicht ohne Weiteres zum Selberlesen empfehlen, weil die vielen schwierigen Namen und auch die spaßigen Wendungen und Sprachspiele den Lesefluss erheblich beeinträchtigen können. Als Vorlesegeschichte kann sie als Parabel eine gute Grundlage für die Betrachtung menschlichen Zusammenlebens sein, aber vor allem auch für Überlegungen, wie wir mit unserer Umwelt umgehen.


 


 


 

Zum Buch

Titel: Die Opodeldoks
Autor: Paul Maar
Illustrator: Sepp Strubel
Verlag: Oetinger, 2010
ISBN: 9783789142857


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